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Donnerstag, 7. Juli 2011

Agility Seminar mit Silas Boogk

Da wir letztes Jahr so begeistert von unserem Seminar bei Silas waren, haben wir schnell dafür gesorgt, dass es eine Wiederholung in 2011 gibt.

Am Montag direkt nach unserem Sommerturnier ging es dann los, anders als im vorangegangenem Jahr haben wir diesmal statt eines 3-Tages-Seminars zwei zweitägige Seminare veranstaltet, auch damit die Agilityversessenen mit zwei aktiven Hunden eine Chance hatten, jedem Hund das volle Programm ( und sich die doppelte Dosis ;D) zu gönnen. Wieder war es Voraussetzung für die Teilnahme, dass der Hund alle Geräte kannte.

Nachdem sich die Teilnehmer am Frühstücksbuffet - stilecht im Geräteschuppen aufgebaut - gestärkt hatten, ging es auch gleich richtig zur Sache: Aufteilung in zwei Gruppen, zügiges Aufbauen eines laaaangen Parcours, Begehung, dann durfte jedes Team der ersten Gruppe sein Glück nach seinen Vorstellungen versuchen.

Klar, liebe Kina, waren die Parcours haarig - ist aber doch kein Grund Dir selbige zu Berge stehen zu lassem!

Kaum war der letzte Starter im Ziel, gab es eine gemeinsame Begehung mit Silas, in der immer wieder einer von uns den von ihm gewählten Weg vorstellte und Silas dann "seinen" Weg vorführte, der - kaum bekam man ihn von ihm erzählt - sofort den "Aha" - Effekt auslöste und fast jeder sich fragte, wieso der einem nicht selber eingefallen ist ;D.

Vorher: ein Team, zwei getrennte Wege ;D - nachher: Hundeführer, Hund, Zielhürde, Wurfbeutel und Seminarleiter gemeinsam zur richtigen Zeit am richtigen Ort :))
Führtechniken des vorangegangenen Seminars tauchen dann aus den Tiefen des Gedächtnis auf und wurden freudig wiedererkannt, was einem aber leider nicht garantierte, sie auch fehlerfrei in die Tat umsetzen zu können. Alles wurde gezeigt, erläutert und vorgemacht, dann konnten wir den Parcours mit unseren neuen/wiederentdeckten Techniken ablaufen, und dann arbeitete sich jedes Agilityteam unter Silas wachsamen Augen durch den gesamten Gerätepark. War es für uns schon anstrengend - der Referent ackerte mit vollem Einsatz bei jedem Starter mit: anfeuern, nebenherlaufen, anfeuern, korrigieren, anfeuern, Beine machen, motivieren - es gab so schnell keine Pause, bis Hundeführer und Hund zumindest den größten Teil des Parcours zufriedenstellend meisterten (auf ewig wird einem Teil der Seminarteilnehmern der Satz "... und wieder anfangen ab Tunnel 6 ..." im Gedächtnis bleiben, auch die Hindernisse "-5" bis "0" prägten sich ein, sorgten sie doch dafür, dass man spätestens ab Hindernis "1" schon wieder unfreiwillig nach Luft japste). Wer gerade nicht lief oder nach Atem rang (ja, ich weiß, den jüngeren Teilnehmern machte das alles natürlich üüüü-ber-haupt keine Probleme ;D), aß, trank oder versuchte im Geiste seinen Weg durch das Hürdenlabyrinth zu rekonstruieren. Das Wetter am ersten Tag spielte fast die ganze Zeit mit, der zweite Tag wurde sogar noch besser.



Wer wollte, konnte am Dienstag noch einmal den "alten" Parcours vom Vortag laufen, der Rest musste sich neuen Herausforderungen stellen - auf die gleiche Weise wie am Vortag. "Tunnel 6" wurde ein fest stehender Begriff, zum Lachen fehlte einem aber meist der Atem ... Doch Stück für Stück eroberte sich jeder den Parcours, wurde "Baustelle" um "Baustelle" abgearbeitet (und sei es nur, dass man sofort kompetent selber erklären konnte, warum jetzt gerade die dicke DIS passiert ist - anstatt warten zu müssen, bis die Erklärung serviert wurde). Am Ende des zweiten Tages waren wir zwar gut rott, aber wie im Jahr zuvor um einige Techniken und Führwege reicher. Abgerundet wurde das Erlebnis auch durch die Möglichkeit, nach getaner Arbeit sich faul im Campingsessel zu fläzen und Silas bei seiner Arbeit mit seinen Hunden zuzusehen - nicht nur interessant, sondern auch sehr erhebend!

Diesem Hund musste Silas keine Beine machen, Steffis Casey hatte ihre Fahrgestelle nur perfekt eingeklappt!
Das gleiche Programm erlebte dann auch die Gruppe, die Mittwoch und Donnerstag das Seminar besuchte (von der uns aber leider keine Fotos vorliegen ...), allerdings mussten sie noch zusätzlich mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit kämpfen. Wir danken Silas und den Organisatoren Nancy und Uwe für dieses beeindruckende Seminar und hoffen auf eine Neuauflagen in 2012!

Natürlich konnte Mann auch Zeit finden, die nächste Generation zu trainieren - Uwe und Jordi peilen bestimmt eine Teilnahme in 2012 an!

Liebe Grüße, euer GHSV Ahrensburg - Team

P.S.: Bei den kurz nach unserem Seminar stattfindenden "Agility European Open" erliefen sich Silas und seine Sheltiedame Caja in der Klasse "Einzel Medium" den Sieg, herzlichen Glückwunsch auch von uns!
(alle Ergebnisse hier)

Dienstag, 3. August 2010

Bericht vom Agility Seminar mit Silas Boogk 19.07. - 21.07.2010

Schönes Wetter ist schön, so im allgemeinen und besonderen ... aber in diesem speziellen Fall ?

Für unser Agility Seminar mit Silas Boogk wollten wir auf alle Fälle keinen Regen haben, aber gespannt waren wir schon, wie wacker unsere Hunde und wir uns bei den an den Seminartagen herrschenden Temperaturen (28 C, 32 C und 34 C) schlagen würden. Aber - wie man an dem nachfolgenden Bericht sieht - haben wir uns völlig umsonst Sorgen gemacht.

Wir - das waren insgesamt zehn Mensch - Hund - Teams und ein Teilnehmer ohne Hund, davon sieben Teams aus unserem Verein. Nancy mit Auri und Binu (das hieß für Nancy doppeltes Laufpensum an drei Tagen - und das bei den Wetterverhältnissen!), Uwe mit Kina, Angela mit Pontus, Steffi mit Svenja, Caro mit Jordan, Nicola mit Sky und Daniel (mit "Beobachter" Pepper) freuten sich auf drei Tage Agility pur. Komplettiert wurden wir durch Besuch aus Süddeutschland, Hannah mit Ayla (inzwischen schon ein geübter GHSV-Ahrensburg Gast ;-D), Linda mit Kitty und Andrea mit Bille.

Voraussetzung für die Teilnahme an dem Seminar war, dass die Hund alle Geräte konnten (was bei dem einen oder anderen Gerät ein wenig in " ... die Geräte kannten ..." wechselte, aber: nobody is perfect). Nach einem kurzen Frühstück (der Geräteschuppen war zu einem Frühstücks- und auch-später-Snack-Buffet umgebaut worden, bei dem sich alle selber bedienen konnten) wurden schnell nach Silas Anweisungen unsere Geräte zu einem üppigen Parcours aufgebaut, dann gab es eine Theorielektion von Silas darüber , wie er seine eigenen Hunde aufbaut und welche Kommandos er für wichtig hält, um sich mit seinen Hunden im Parcours optimal zu verstehen.

Wir wurden in zwei Gruppen mit je fünf Teilnehmerteams eingeteilt, und dann ging es los:
  • zuerst suchte sich jeder Hundeführer einen eigenen Weg durch den Gerätewald,
  • danach durfte jedes Team einen "Turnierlauf" absolvieren (ich habe mich danach gefragt, wie viele linke Füße kann ein Mensch haben, "zwei" schien mir da nicht die richtige Antwort gewesen zu sein ...)
  • im Anschluss zeigte dann Silas "seinen" Weg und ließ uns den stückweise nachvollziehen (warum, wieso und wie welches Hindernis aus welcher Richtung angegangen wird, wie die Wechsel zu bewerkstelligen sind und vor allem: welcher Wechsel bei welchem Laufweg und Hundetyp u.s.w.),
  • erst wenn alle den Weg "trocken" ohne Hund laufen konnten wurde der vierbeinige Cosportler dazu geholt und jedes Team durfte dann ausführlich und mit aller notwendiger Unterstützung von Silas (und manchmal auch von den anderen Seminarteilnehmern) den Parcours abarbeiten und
  • dann gab es eine Pause, während die anderen Teilnehmer der Gruppe ihr Glück versuchten.
Den letzten Punkt haben wir pro Gruppe dann 2 - 3 mal wiederholt und wann immer man seinen Laufweg noch nicht so richtig flüssig abspulen konnte, wurde der Hund im Schatten abgelegt und die mangelhafte Passage wieder und wieder abgelaufen. Am Ende des Durchgangs für eine Gruppe hatte dann jeder Teilnehmer den Parcours einmal nahezu im Stück und fehlerfrei absolviert; ein tolles Gefühl!

Danach durfte man dann endgültig in den Campingsessel zusammenbrechen oder das Buffet stürmen, denn dann kam die andere Gruppe dran. Jede Gruppe war mindestens zweimal pro Vor-/Nachmittag dran, die Zeiten dazwischen wurden für Erholung, Essen, Spazierengehen und Klönen genutzt (wobei mit einem Auge immer auf das Geschehen im Parcours geschielt wurde).

Am zweiten und dritten Tag begann das Seminar statt um 9:00 Uhr, wie geplant, bereits um 7:00 Uhr, um möglichst lange bei moderaten Temperaturen zu trainieren, das hat sich sehr positiv auf die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer ausgewirkt.

Am Ende des dritten Trainingstags waren wir alle ganz schön rott, hatten aber das Gefühl, eine Menge über Parcours und ihre Geheimnisse gelernt zu haben. Viele Anregungen für das "kleine" Training zuhause und manch Einsicht über das eigene Führ- und Trainingsverhalten rundeten das tolle Erlebnis ab.

Vielen Dank an Silas, der mit einer Engelsgeduld jedem, der es brauchte, nochmals und nochmals den Laufweg erklärte, zur Not auch schon mal den leicht verwirrten Agilitysportler in die richtige Position schob und sich auch sehr um unsere Hunde, ihre Fähigkeiten und Gesundheit gekümmert hat und auch vielen Dank an Nancy und Uwe, die dieses Seminar organisiert und super vorbereitet haben.

Das macht Lust auf eine Wiederholung!

P.S.: wer auf Fotos von dem Seminar hofft, der wird enttäuscht werden, keiner der Teilnehmer hatte auch nur ansatzweise die Energie außerhalb des Parcours irgendeine überflüssige Bewegung zu machen - und eine Kamera zu heben und den Auslöser zu drücken hat (jedenfalls in diesen drei Tagen) dazugehört ...