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Donnerstag, 7. Juli 2011

Agility Seminar mit Silas Boogk

Da wir letztes Jahr so begeistert von unserem Seminar bei Silas waren, haben wir schnell dafür gesorgt, dass es eine Wiederholung in 2011 gibt.

Am Montag direkt nach unserem Sommerturnier ging es dann los, anders als im vorangegangenem Jahr haben wir diesmal statt eines 3-Tages-Seminars zwei zweitägige Seminare veranstaltet, auch damit die Agilityversessenen mit zwei aktiven Hunden eine Chance hatten, jedem Hund das volle Programm ( und sich die doppelte Dosis ;D) zu gönnen. Wieder war es Voraussetzung für die Teilnahme, dass der Hund alle Geräte kannte.

Nachdem sich die Teilnehmer am Frühstücksbuffet - stilecht im Geräteschuppen aufgebaut - gestärkt hatten, ging es auch gleich richtig zur Sache: Aufteilung in zwei Gruppen, zügiges Aufbauen eines laaaangen Parcours, Begehung, dann durfte jedes Team der ersten Gruppe sein Glück nach seinen Vorstellungen versuchen.

Klar, liebe Kina, waren die Parcours haarig - ist aber doch kein Grund Dir selbige zu Berge stehen zu lassem!

Kaum war der letzte Starter im Ziel, gab es eine gemeinsame Begehung mit Silas, in der immer wieder einer von uns den von ihm gewählten Weg vorstellte und Silas dann "seinen" Weg vorführte, der - kaum bekam man ihn von ihm erzählt - sofort den "Aha" - Effekt auslöste und fast jeder sich fragte, wieso der einem nicht selber eingefallen ist ;D.

Vorher: ein Team, zwei getrennte Wege ;D - nachher: Hundeführer, Hund, Zielhürde, Wurfbeutel und Seminarleiter gemeinsam zur richtigen Zeit am richtigen Ort :))
Führtechniken des vorangegangenen Seminars tauchen dann aus den Tiefen des Gedächtnis auf und wurden freudig wiedererkannt, was einem aber leider nicht garantierte, sie auch fehlerfrei in die Tat umsetzen zu können. Alles wurde gezeigt, erläutert und vorgemacht, dann konnten wir den Parcours mit unseren neuen/wiederentdeckten Techniken ablaufen, und dann arbeitete sich jedes Agilityteam unter Silas wachsamen Augen durch den gesamten Gerätepark. War es für uns schon anstrengend - der Referent ackerte mit vollem Einsatz bei jedem Starter mit: anfeuern, nebenherlaufen, anfeuern, korrigieren, anfeuern, Beine machen, motivieren - es gab so schnell keine Pause, bis Hundeführer und Hund zumindest den größten Teil des Parcours zufriedenstellend meisterten (auf ewig wird einem Teil der Seminarteilnehmern der Satz "... und wieder anfangen ab Tunnel 6 ..." im Gedächtnis bleiben, auch die Hindernisse "-5" bis "0" prägten sich ein, sorgten sie doch dafür, dass man spätestens ab Hindernis "1" schon wieder unfreiwillig nach Luft japste). Wer gerade nicht lief oder nach Atem rang (ja, ich weiß, den jüngeren Teilnehmern machte das alles natürlich üüüü-ber-haupt keine Probleme ;D), aß, trank oder versuchte im Geiste seinen Weg durch das Hürdenlabyrinth zu rekonstruieren. Das Wetter am ersten Tag spielte fast die ganze Zeit mit, der zweite Tag wurde sogar noch besser.



Wer wollte, konnte am Dienstag noch einmal den "alten" Parcours vom Vortag laufen, der Rest musste sich neuen Herausforderungen stellen - auf die gleiche Weise wie am Vortag. "Tunnel 6" wurde ein fest stehender Begriff, zum Lachen fehlte einem aber meist der Atem ... Doch Stück für Stück eroberte sich jeder den Parcours, wurde "Baustelle" um "Baustelle" abgearbeitet (und sei es nur, dass man sofort kompetent selber erklären konnte, warum jetzt gerade die dicke DIS passiert ist - anstatt warten zu müssen, bis die Erklärung serviert wurde). Am Ende des zweiten Tages waren wir zwar gut rott, aber wie im Jahr zuvor um einige Techniken und Führwege reicher. Abgerundet wurde das Erlebnis auch durch die Möglichkeit, nach getaner Arbeit sich faul im Campingsessel zu fläzen und Silas bei seiner Arbeit mit seinen Hunden zuzusehen - nicht nur interessant, sondern auch sehr erhebend!

Diesem Hund musste Silas keine Beine machen, Steffis Casey hatte ihre Fahrgestelle nur perfekt eingeklappt!
Das gleiche Programm erlebte dann auch die Gruppe, die Mittwoch und Donnerstag das Seminar besuchte (von der uns aber leider keine Fotos vorliegen ...), allerdings mussten sie noch zusätzlich mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit kämpfen. Wir danken Silas und den Organisatoren Nancy und Uwe für dieses beeindruckende Seminar und hoffen auf eine Neuauflagen in 2012!

Natürlich konnte Mann auch Zeit finden, die nächste Generation zu trainieren - Uwe und Jordi peilen bestimmt eine Teilnahme in 2012 an!

Liebe Grüße, euer GHSV Ahrensburg - Team

P.S.: Bei den kurz nach unserem Seminar stattfindenden "Agility European Open" erliefen sich Silas und seine Sheltiedame Caja in der Klasse "Einzel Medium" den Sieg, herzlichen Glückwunsch auch von uns!
(alle Ergebnisse hier)

Samstag, 25. Juni 2011

Lernen und Motivation im Hundesport. Ein Seminar mit Dr. Esther Schalke und PHK Hans Ebbers.

Lernen und Motivation im Hundesport

Ein Seminar mit Dr. Esther Schalke und Polizeihauptkommissar Hans Ebbers.

Eine der Hundesportarten, die beim GHSV Ahrensburg nicht ausgeübt werden, ist der Vielseitigkeitssport, kurz VPG genannt. Er ist eine sehr anspruchsvolle Disziplin, die aus dem Fährten, einer etwa mit dem Obedience vergleichbaren Unterordnung und dem Schutzdienst besteht. Im Schutzdienst muss das Team zeigen, dass es einen "Täter" findet, ihn an der Flucht hindert und letztlich dann auch abführt. Während diesen Übungen muss (darf?) der Hund den "Täter" auch in den Sportarm (das ist eine Art Riesenbeißwurst, die über den Arm gezogen wird) beißen und erst loslassen, wenn es vom Hundeführer signalisiert wird. In kaum einer anderen Hundesportart müssen Hunde noch in so hohem Erregungszustand ansprechbar sein, wie während des Schutzdienstes.

Gerade die Abteilung "C", der Schutzdienst, ist es jedoch, die dazu führt, dass der Vielseitigkeitssport oft kritisch betrachtet wird. Einerseits ist es für den gewöhnlichen hundesportinteressierten Menschen heutzutage nicht mehr üblich, sich auf eine Art mit dem Hund zu beschäftigen, die eigentlich nur für die Polizei oder Wachdienste von Interesse ist. Auch das etwas zu stramme militärische und polizeiliche Erscheinungsbild ist in unserer zivilen Gesellschaft nicht mehr sehr attraktiv und viele fragen sich, warum Hunde im Hobby Sport lernen sollten, Menschen zu beißen (auch wenn es - richtig ausgebildet - nur um den Sportarm geht). Aber der vielleicht wichtigste Kritikpunkt ist jedoch, dass der Vielseitigkeitssport in dem Ruf steht, nicht immer hundefreundlich und artgerecht mit den Hunden umzugehen und oft werden mit ihm Bilder von Elektoreizgeräten (inzwischen verboten) und Stachelhalsbändern assoziiert.

Am Wochenende (25./26. Juni) waren Nancy und ich in Timmerndorfer Strand bei einem Seminar "Lernen und Motivion im Hundesport", wobei mit Hundesport in erster Linie der Vielseitigkeitssport gemeint war. Die Referenten waren Dr. Esther Schalke  und Polizeihauptkommissar Hans Ebbers. Das Motto ihres Lehrgangs war "Auf neuen Wegen zu alten Zielen" und beide zeigten sich hochkompetent in ihren Fachgebieten. Esther Schalke referierte zunächst über die unterschiedlichen Arten des Lernens und zeigte jeweils auf, welche Lernform wie im Training eingesetzt werden kann. Hans Ebbers komplettierte den Vortrag um den Bereich Motivation und Trainingsaufbau. Unterstützt wurden die wichtigsten Aussagen durch Videos von Hunden aus den Forschungsprojekten an der Tierhochschule Hannover und von Videos aus dem Training von (Dienst-) Hunden.

Esther beschreibt das Ausdrucksverhalten eines Hundes

Esther legte einen großen Schwerpunkt auf das Erkennen von ungeplanten Lernprozessen, die den Hundeführer glauben machen könnten, dass sein Hund einen "Fehler" gemacht habe, wobei in Wahrheit lediglich durch den Trainingsprozess unerwünschte und unerkannte sekundäre Bestärker ihre Wirkung taten. Ihre wiederkehrende Aussage war, dass man in solchen Momenten kein Recht habe, den Hund zu strafen. Überhaupt sei im Training zu vermeiden, dass die Hunde in eine Situation geraten, die ihnen durch emotionale Belastungen das Lernen unmöglich machen (Noradrenalin).Sie machte darauf aufmerksam, wie Emotionen im Training eine Rolle spielen, welche positiven Folgen, aber auch welche Risiken ein Training birgt, dass mit intensiven Gefühlen einhergeht. Die Hundeführer müssen ein feines Gespür für ihre Hunde und eine genaue Kenntnis deren Ausdrucksverhaltens haben, um optimale Lernerfolge zu erzielen.

Hans kommentiert ein Team im Schutzdienst

Hans ging dann auf den Trainingsaufbau ein. Auch ihm war sehr wichtig zu zeigen, welche Emotionen eine Rolle spielen und welche Risiken bestehen, wenn im Sport mit den "falschen" Emotionen (defensive und offensive Aggression) gearbeitet wird. Er plädierte sehr dafür, die Grundausbildung (und mehr) der Hunde komplett über Futter- und Beutemotivaion (Spielzeug) zu machen, da so am besten dem Hund Sicherheit und Schnelligkeit vermittelt werden kann und zudem die Lernfähigkeit des Hundes erhalten bleibt, bei hohen Bestärkerraten (Futter). Die von ihm erwähnten Nachteile einer Ausbildung in dieser Motivationslage der Hunde, sind zum Glück für uns beim GHSV Ahrensburg nicht so wichtig, da wir keine Diensthunde ausbilden. Aus dem gleichen Grund sind für uns die Motivationsbereiche der Aggression nicht relevant für das Training, wobei es aber trotzdem wichtig ist zu erkennen, wann ein Hund im Training in einen Konflikt gerät. Der Konflikt kann ja auch aus ganz anderen Gründen entstehen und da ist es sehr wichtig, die Anzeichen zu erkennen und reagieren zu können, um dem Hund wieder ein Lernen zu ermöglichen.

Sowohl Esther, wie auch Hans plädierten sehr für den Einsatz von sekundären Bestärkern in der Ausbildung und demonstrierten mit welcher Effizienz der Klicker eingesetzt werden kann. Spannend war dabei, dass der Klicker nicht nur für die Unterordnung wichtig ist, sondern Hans zeigte ein komplettes Programm, mit dem die Grundlagen für den Schutzdienst gelegt werden können, welches mit dem Klicker erarbeitet werden kann. In diesem Programm waren viele Elemente, die auch für unsere Ausbildung nützlich sind und die wir auch teilweise schon so praktizieren, wenn auch in abgewandleter Form, da wir ja keinen Schutzdienst machen. Am meisten hat mich der konsequente Einsatz der "externen Belohnung" beeindruckt. Dabei lernt der Hund erst nach einem Freigabesignal zu seiner irgendwo abgelegten Bestätigung (Ball, Futter) zu laufen. Auf die Art lernt der Hund mit hoher Motivation und Selbstbeherrschung (Impulskontrolle) eine Aufgabe zu erfüllen.

An beiden Tagen wurden auch praktische Übungen durchgeführt. Am Samstag bestanden diese im wesentlichen aus diversen Konditionierungen des Klickers. Man konnte erkennen, dass viele Hunde auf dem Platz gehemmt waren und auch den Hundeführen gelang es nicht immer auf Anhieb sich aus den gewohnten Trainingsmustern zu lösen. Esther lieferte gelungene Beschreibungen des Ausdrucksverhalten der Hunde und es wurde für die Zuschauer verständlich, welche Emotionen die Hunde bewegten. Hans, als erfahrener Klickerer, half den Sportlern über diverse Hürden hinweg, so dass alle Teams zu einem Erfolg kommen konnten. Der praktische Teil am Sonntag bestand aus Demonstrationen des Einsatzes des Klickers im Schutzdienst und Hans konnte zeigen, wie wichtig es ist, die Konflikte des Hundes zu erkennen, um rechtzeitig "Gas herauszunehmen", damit der Hund immer noch lernfähig bleiben kann.


Für mich war das Seminar ein Erfolg. In vielen Dingen wurde von kompetenter Seite bestätigt, dass das, was wir beim GHSV machen, sich mit dem deckt, was Stand der Trainingslehre ist. Darüber hinaus habe ich auch Ideen für das Training mitgenommen, wie z.B. die "externe Belohnung". Insofern war dieses Seminar gelungen und wichtig! Was die in den Eingangsparagraphen erwähnten Bedenken gegen den Vielseitigkeitssport angeht, so habe ich das Seminar mit sehr gemischten Gefühlen verlassen. Einerseits hat Hans überzeugend (für mich als Laie) gezeigt, wie ein konfliktfreier Aufbau der Schutzdienst für den Hundesport möglich ist, andererseits waren einige der Hunde der Seminarteilnehmer mit einem Stachelhalsband bestückt und niemand (auch nicht die Referenten) verloren darüber ein Wort.

Neben Esther und Hans geht mein Dank natürlich auch Udo Meier, der mit seinem Team von der HSG Timmendorfer Strand eine perfekte Organisation hingelegt hat. Das habt Ihr Klasse gemacht!

Euer Marco

Sonntag, 14. November 2010

"Der Storch im Salat" oder warum Sprintgeher die Muckibude ersetzen

Am letzten Oktober-Wochenende, als beim GHSV die Begleithundeprüfung stattfand, waren Nicola, Mirja und Euer Berichterstatter im Sauerland auf einem THS-Seminar bei Albrecht Heidinger im Leistungszentrum des DVG in Hemer. So konnten wir zwar nur aus der Ferne die Daumen drücken, aber wir wurden durch ein tolles Seminar entschädigt!

Albrecht liegt das THS praktisch in den "Genen", haben doch sein Vater und sein Onkel diesen Hundesport entwickelt. So war es kein Wunder, dass Albrecht nicht nur ein erfolgreicher THS-Sportler wurde, sondern ihm auch die Weiterentwicklung des THS sehr am Herzen liegt und er versucht durch innovative Vorschläge die Attraktivität des Turnierhundesport zu erhalten und weiter auszubauen. Hoffentlich werden sich seine Ideen mit der Zeit durchsetzen, denn sie ermöglichen einen kontinuierlichen Aufbau des THS, vom Anfänger bis zum Könner, da einige Kanten und Brüche des jetzigen Vierkampfes gemildert werden, ohne dabei aber den Anspruch an Leistung in den höheren Klassen zu verlieren.

Das Seminar hatte 3 Schwerpunkte:
  1. Trainingslehre:
    • Mit Hilfe von Folien und Videos zeigte uns Albrecht in den Seminarräumen des Leistungszentrums, wie der Trainingsaufbau auf verschiedene Mensch-Hund-Teams abgestimmt werden kann (und muss!), um optimale Ergebnisse zu erzielen.
    • Das Training muss über das Jahr variieren. Im Winter ist mehr Wettkampf-unspezifisches Training angesagt, um an den Grundlagen zu arbeiten. Je mehr man sich der Wettkampfsaison nähert, desto spezifischer auf dieses Ziel wird dann auch das Training.
    • Sehr spannend war auch das Thema Leistungsdiagnostik, bei dem Albrecht einige Vorschläge machte, um auch mit einfachen Mitteln Verbesserungspotentiale zu entdecken.
  2. Slalom- und Hürdentraining mit dem Hund: Hier übten wir in der zum Leistungszentrum gehörenden Halle die verschiedenste Möglichkeiten, wie wir mit dem Hund zusammen die Hindernisse überwinden können und dabei trotzdem als Team arbeiten und der Hund jederzeit die Aufmerksamkeit beim Hundeführer hat. Sehr bemerkenswert war dabei, dass Albrecht ganz klar darauf bestand, dass ohne Leine trainiert wird, wann immer das geht. Nicola kam da zwar gehörig ins Schwitzen, aber sie hat das mit Bravour bestanden und Sky hat sein Bestes gegeben, obwohl er in den Linkskreisen zeitweise ganz ordentlich gebrummt hat.
  3. Leichtathletisches Training: Beim THS ist nicht der Hund das "Problem", sondern die Langsamkeit des Menschen. Folglich müssen wir THS-Sportler mindestens so viel an uns arbeiten, wie wir auch mit den Hunden üben. Sprinttraining, Takt- und Frequenzgefühl, Hürdentechnik (das Knie führt, nicht der Fuß!) und das richtige Verhalten an den Slalomtoren und der Wendestange (VK2) sind sehr wichtig. Mirja hat hier sehr genau aufgepasst und wird das garantiert an Euch weitergeben!
Mein persönliches Highlight war der "Sprintgeher", mit dem Albrecht uns beglückte, damit wir auch an den folgenden Tagen an ihn denken. Er meinte, dass es nicht immer nötig sei, im Kraftstudio die Muskeln zu stählen, es gäbe da auch einfachere Methoden, die zudem auch passend für die Sportart wären. Und so übten Mirja und Nicola den Sprintgeher, während ich leider die Kamera halten musste und nicht mitmachen konnte ;-)


Wen erinnert das nicht an das  Monty Pythons "Ministerium für alberne Gänge"?

Mir vielen neuen Ideen und viel Lust auf THS sind wir von diesem Seminar wieder in den Norden gefahren. Danke Albrecht!

Euer Marco

Dienstag, 3. August 2010

Bericht vom Agility Seminar mit Silas Boogk 19.07. - 21.07.2010

Schönes Wetter ist schön, so im allgemeinen und besonderen ... aber in diesem speziellen Fall ?

Für unser Agility Seminar mit Silas Boogk wollten wir auf alle Fälle keinen Regen haben, aber gespannt waren wir schon, wie wacker unsere Hunde und wir uns bei den an den Seminartagen herrschenden Temperaturen (28 C, 32 C und 34 C) schlagen würden. Aber - wie man an dem nachfolgenden Bericht sieht - haben wir uns völlig umsonst Sorgen gemacht.

Wir - das waren insgesamt zehn Mensch - Hund - Teams und ein Teilnehmer ohne Hund, davon sieben Teams aus unserem Verein. Nancy mit Auri und Binu (das hieß für Nancy doppeltes Laufpensum an drei Tagen - und das bei den Wetterverhältnissen!), Uwe mit Kina, Angela mit Pontus, Steffi mit Svenja, Caro mit Jordan, Nicola mit Sky und Daniel (mit "Beobachter" Pepper) freuten sich auf drei Tage Agility pur. Komplettiert wurden wir durch Besuch aus Süddeutschland, Hannah mit Ayla (inzwischen schon ein geübter GHSV-Ahrensburg Gast ;-D), Linda mit Kitty und Andrea mit Bille.

Voraussetzung für die Teilnahme an dem Seminar war, dass die Hund alle Geräte konnten (was bei dem einen oder anderen Gerät ein wenig in " ... die Geräte kannten ..." wechselte, aber: nobody is perfect). Nach einem kurzen Frühstück (der Geräteschuppen war zu einem Frühstücks- und auch-später-Snack-Buffet umgebaut worden, bei dem sich alle selber bedienen konnten) wurden schnell nach Silas Anweisungen unsere Geräte zu einem üppigen Parcours aufgebaut, dann gab es eine Theorielektion von Silas darüber , wie er seine eigenen Hunde aufbaut und welche Kommandos er für wichtig hält, um sich mit seinen Hunden im Parcours optimal zu verstehen.

Wir wurden in zwei Gruppen mit je fünf Teilnehmerteams eingeteilt, und dann ging es los:
  • zuerst suchte sich jeder Hundeführer einen eigenen Weg durch den Gerätewald,
  • danach durfte jedes Team einen "Turnierlauf" absolvieren (ich habe mich danach gefragt, wie viele linke Füße kann ein Mensch haben, "zwei" schien mir da nicht die richtige Antwort gewesen zu sein ...)
  • im Anschluss zeigte dann Silas "seinen" Weg und ließ uns den stückweise nachvollziehen (warum, wieso und wie welches Hindernis aus welcher Richtung angegangen wird, wie die Wechsel zu bewerkstelligen sind und vor allem: welcher Wechsel bei welchem Laufweg und Hundetyp u.s.w.),
  • erst wenn alle den Weg "trocken" ohne Hund laufen konnten wurde der vierbeinige Cosportler dazu geholt und jedes Team durfte dann ausführlich und mit aller notwendiger Unterstützung von Silas (und manchmal auch von den anderen Seminarteilnehmern) den Parcours abarbeiten und
  • dann gab es eine Pause, während die anderen Teilnehmer der Gruppe ihr Glück versuchten.
Den letzten Punkt haben wir pro Gruppe dann 2 - 3 mal wiederholt und wann immer man seinen Laufweg noch nicht so richtig flüssig abspulen konnte, wurde der Hund im Schatten abgelegt und die mangelhafte Passage wieder und wieder abgelaufen. Am Ende des Durchgangs für eine Gruppe hatte dann jeder Teilnehmer den Parcours einmal nahezu im Stück und fehlerfrei absolviert; ein tolles Gefühl!

Danach durfte man dann endgültig in den Campingsessel zusammenbrechen oder das Buffet stürmen, denn dann kam die andere Gruppe dran. Jede Gruppe war mindestens zweimal pro Vor-/Nachmittag dran, die Zeiten dazwischen wurden für Erholung, Essen, Spazierengehen und Klönen genutzt (wobei mit einem Auge immer auf das Geschehen im Parcours geschielt wurde).

Am zweiten und dritten Tag begann das Seminar statt um 9:00 Uhr, wie geplant, bereits um 7:00 Uhr, um möglichst lange bei moderaten Temperaturen zu trainieren, das hat sich sehr positiv auf die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer ausgewirkt.

Am Ende des dritten Trainingstags waren wir alle ganz schön rott, hatten aber das Gefühl, eine Menge über Parcours und ihre Geheimnisse gelernt zu haben. Viele Anregungen für das "kleine" Training zuhause und manch Einsicht über das eigene Führ- und Trainingsverhalten rundeten das tolle Erlebnis ab.

Vielen Dank an Silas, der mit einer Engelsgeduld jedem, der es brauchte, nochmals und nochmals den Laufweg erklärte, zur Not auch schon mal den leicht verwirrten Agilitysportler in die richtige Position schob und sich auch sehr um unsere Hunde, ihre Fähigkeiten und Gesundheit gekümmert hat und auch vielen Dank an Nancy und Uwe, die dieses Seminar organisiert und super vorbereitet haben.

Das macht Lust auf eine Wiederholung!

P.S.: wer auf Fotos von dem Seminar hofft, der wird enttäuscht werden, keiner der Teilnehmer hatte auch nur ansatzweise die Energie außerhalb des Parcours irgendeine überflüssige Bewegung zu machen - und eine Kamera zu heben und den Auslöser zu drücken hat (jedenfalls in diesen drei Tagen) dazugehört ...

Mittwoch, 14. Juli 2010

Ein "heißes" Obedience-Seminar

Am Wochenende fand beim GHSV das erste Obedience-Seminar mit Connie Knebel statt. 11 Hundesportler mit 12 Hunden und eine ganze Reihe von Zuschauern versammelten sich auf dem Gelände des GHSV, um den Ausführungen von Connie Knebel zu folgen.

Connie ist schon seit Jahrzehnten erfolgreich im Obediencesport tätig und ebenfalls eine der besten Ring-Stewards, weshalb wir sie auch immer wieder mit Freude zu unserer eigenen Obedience-Prüfung einladen. Naturgemäß verfügt sie über einen unglaublichen Schatz an Erfahrung, aus dem sie für jede Fragestellung schöpfen kann, um Probleme zu lösen oder diese schon im Aufbau zu vermeiden.

Der Samstag startete, nach ein wenig Theorie, mit dem Thema "Tempo". Die Teilnehmer konnten dann die erlernten Techniken gleich an der "Box" ausprobieren. Nach der Mittagspause ging es dann zur "Geruchsidentifikation", die für viele Anfänger des Obedience ein großes Rätsel darstellt, da man sich als Mensch kaum vorstellen kann, dass Hunde wirklich ein einfaches Hölzchen unter sechs herausfinden, nur weil man es eine Weile in der Hand gehalten hat. Für Connie ist das aber eines der einfachsten Dinge der Welt. "Das fange ich schon mit dem Welpen an", meint sie. Tatsächlich konnte sie zeigen, dass alle anwesenden Hunde in der Lage waren, die von ihren Haltern angefassten Hölzchen zu finden. Hunde können das eben. Als Trainer muss man sie nur dazu kriegen, dass sie ihre Nase einsetzen und nicht mit den Augen suchen. Connie sagt: "Menschen die bei mir trainiern, erkennt man daran, dass sie Grass in den Taschen haben!"

Am Sonntag ging es dann um die Distanzkontrolle (Ist der Hund ein "Vorderfüßler" oder ein "Hinterfüßler"?) und um die Fußarbeit. Schließlich endete das Seminar am Nachmittag und alle Teilnehmer fuhren erschöpft von den heißen Temperaturen und mit vielen neuen Ideen nach Hause.

Vom GHSV waren Beate, Gaby, Inga, Susann und Petra mit ihren Hunden dabei. Ingrid, Maren und Jogi beobachteten das Geschehen aus dem Schatten.

Wir bedanken uns bei Connie, ihrem Mann Heinrich und "Vorzeigehund" Kunak, dass sie uns durch dieses spannende und lehrreiche Seminar geleitet haben und bei allen Teilnehmern, die trotz des seeeehr warmen Wetters von Anfang bis Ende aufmerksam dabei waren (kleine Päuschen ausgenommen ;-D) und mit ihren Hunden so begeistert mitgemacht haben.

Für uns ist die Idee einer Wiederholung durchaus gegeben ...

Es grüßt Euch das GHSV Ahrensburg - Team

Während des Seminars wurde von Marco fotografiert, die Bilder findet ihr hier, die Fotos haben 800 Pixel, wer eine höhere Auflösung zum Foto- oder Posterdrucken haben möchte, bitte eine e-mail hierhin senden, unter Angabe der Bildbezeichnung der gewünschten Dateien, wir bemühen uns, sie Euch dann zuzuschicken.

Mittwoch, 21. April 2010

Obedience-Seminar mit Connie-Knebel

Am Wochenende 10./11.07. kommt Connie Knebel zu uns nach Ahrensburg und gibt ein Obedience-Seminar. Connie ist seid über 30 Jahren erfolgreich in Sachen Obedience unterwegs und wir sind stolz, sie bei uns zu haben!

Naher Infos gibt es hier: Seminarinfos