Sonntag, 10. Juli 2011

Agility beim PHV Lübeck am 10.07.2011

Um unsere gesamten Dänemarkfahrer reduziert, starteten am Sonntag, den 10. Juli 2011 beim PHV Lübeck nur der kleine Trupp der Daheimgebliebenen, nämlich Angela mit Pontus und Nicola mit Sky. Bei schönstem Wetter konnt es man sich auf dem tollen Gelände der Lübecker so richtig gemütlich machen, von Hektik weit und breit keine Spur. Richterin an diesem Tag war Elke Benner.

Pünktlich begann die Parcoursbegehung für den Wertungslauf in der A1 (für andere Klassen hatten wir keine Starter dabei), wie so häufig durften zuerst die „Kleinen“ ran. Sky hatte seit dem anstrengenden Seminar noch nicht wieder zu seiner alten Form zurückgefunden (seine Hundeführerin grübelt bis heute, ob das nun gut oder nicht so gut ist ;D) und hatte ein bischen mit Magenproblemen zu kämpfen (es wurden noch nicht einmal Leckerlies angenommen!). Der Start erfolgte dementsprechend unmotiviert, schon an der zweiten Hürde (in einer Geraden :O) gab es ein DIS. Wenigstens die Zielhürde wurde korrekt genommen (im zweiten Anlauf), so dass wenigstens der technische Ablauf gewahrt blieb.

Wenig später war es an Angela und Pontus, ihren Lauf nach hause zu bringen, was ihnen mit kleinen Parcoursfehlern auch gelang. Mittlerweile gab es mehr Ahrensburg-Fans (Marco, Kristin und Jan) als Starter, ein nicht allzu häufiges Ereignis. Bis zum Jumping blieb noch eine Menge Zeit, die Sky für eine nahezu vollständige Regeneration nutzte (zumindest Leckerchen verputzen klappte wieder reibungslos). Pontus zog es zuerst wieder in den Parcours, er und Angela absolvierten auch diesmal einen gültigen Lauf, aber ganz ohne Fehler ging es nicht.



An dem Tunnel war die Welt noch in Ordnung - Nicola mit Sky unterwegs
Sky startete wesentlich aufmerksamer, knöterte ein wenig ob der engen Führung, und verschaffte sich kurzzeitg Luft in einem gerade mal nicht so angesagten Tunneleingang und arbeiteten den Rest des Parcours dann einwandfrei ab, was aber das Ergebnis nicht mehr retten konnte, das war ein schöner Lauf - dennoch DIS.


Die ganze Zeit über saß man trefflich unter den Bäumen, klönte untereinander oder mit seinen Zeltnachbarn, kaufte sich – welch seltenes Ereignis – Accessoirs für den vierbeinigen Kollegen (mal nicht in grün oder rosa ;D), informierte sich über Twitter über den Stand der Dinge beim Dania Cup im fernen Dänemark oder genoss einen kleinen Spaziergang im angrenzenden Wäldchen - Erholung pur, wenn da nur nicht diese ständige sportlichen Unterbrechungen gewesen wären.

Zum Spiel mussten dann wieder die Small und Medium zuerst antreten. Der zentrale Teil des Parcours war schon von Alstertal her bekannt: die A-Wand, unter jeder Wandhälfte ein Tunnel, in netter Kombination zu nehmen. In Alstertal für Sky und Nicola das zügige Ende, diesmal hatten sie es fast geschafft, als sich dann doch noch ein falscher Tunneleingang für Sky einfach als zu zu attraktiv erwies. Der Rest wurde dann noch schön abgearbeitet, der Steg, der an diesem Tag vielen Hunden Schwierigkeiten bereitet hatte wurde im Höchsstempo überquert und die etwas nickelige Endhürdentrio fehlerfrei gemeistert – dennoch D bleibt D.

Wand-Hürde-Tunnel-Wand-Tunnel - klappte prima bei Angela und Pontus

Angela und Pontus machten ihre Sache hingegen rund: Pontus hatte endlich seinen Rhythmus gefunden und lief wesentlich konzentrierter und entspannter mit Angela den richtigen Weg durch den anspruchsvollen Parcours und überquerte die Zielhürde, ohne einen Fehler gemacht zu haben und eroberte sich auf diese Art und Weise den siebten Platz und einen neuen Fressnapf (der in weiser Voraussicht über das Hungergefühl eines engagierten Sporthunds schon mal mit leckeren Dingen bestückt worden war – sehr zu Ponts Begeisterung). Dann ging auch dieser Turniertag zuende, und wir durften uns von der entspannten Veranstaltung in den eindeutig weniger entspannten Nord- und Ostsee Rückreiseverkehr stürzen.

Ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter und die Richterin für diesen Tag, es grüßt das GHSV Ahrensburg - Team!

Donnerstag, 7. Juli 2011

Agility Seminar mit Silas Boogk

Da wir letztes Jahr so begeistert von unserem Seminar bei Silas waren, haben wir schnell dafür gesorgt, dass es eine Wiederholung in 2011 gibt.

Am Montag direkt nach unserem Sommerturnier ging es dann los, anders als im vorangegangenem Jahr haben wir diesmal statt eines 3-Tages-Seminars zwei zweitägige Seminare veranstaltet, auch damit die Agilityversessenen mit zwei aktiven Hunden eine Chance hatten, jedem Hund das volle Programm ( und sich die doppelte Dosis ;D) zu gönnen. Wieder war es Voraussetzung für die Teilnahme, dass der Hund alle Geräte kannte.

Nachdem sich die Teilnehmer am Frühstücksbuffet - stilecht im Geräteschuppen aufgebaut - gestärkt hatten, ging es auch gleich richtig zur Sache: Aufteilung in zwei Gruppen, zügiges Aufbauen eines laaaangen Parcours, Begehung, dann durfte jedes Team der ersten Gruppe sein Glück nach seinen Vorstellungen versuchen.

Klar, liebe Kina, waren die Parcours haarig - ist aber doch kein Grund Dir selbige zu Berge stehen zu lassem!

Kaum war der letzte Starter im Ziel, gab es eine gemeinsame Begehung mit Silas, in der immer wieder einer von uns den von ihm gewählten Weg vorstellte und Silas dann "seinen" Weg vorführte, der - kaum bekam man ihn von ihm erzählt - sofort den "Aha" - Effekt auslöste und fast jeder sich fragte, wieso der einem nicht selber eingefallen ist ;D.

Vorher: ein Team, zwei getrennte Wege ;D - nachher: Hundeführer, Hund, Zielhürde, Wurfbeutel und Seminarleiter gemeinsam zur richtigen Zeit am richtigen Ort :))
Führtechniken des vorangegangenen Seminars tauchen dann aus den Tiefen des Gedächtnis auf und wurden freudig wiedererkannt, was einem aber leider nicht garantierte, sie auch fehlerfrei in die Tat umsetzen zu können. Alles wurde gezeigt, erläutert und vorgemacht, dann konnten wir den Parcours mit unseren neuen/wiederentdeckten Techniken ablaufen, und dann arbeitete sich jedes Agilityteam unter Silas wachsamen Augen durch den gesamten Gerätepark. War es für uns schon anstrengend - der Referent ackerte mit vollem Einsatz bei jedem Starter mit: anfeuern, nebenherlaufen, anfeuern, korrigieren, anfeuern, Beine machen, motivieren - es gab so schnell keine Pause, bis Hundeführer und Hund zumindest den größten Teil des Parcours zufriedenstellend meisterten (auf ewig wird einem Teil der Seminarteilnehmern der Satz "... und wieder anfangen ab Tunnel 6 ..." im Gedächtnis bleiben, auch die Hindernisse "-5" bis "0" prägten sich ein, sorgten sie doch dafür, dass man spätestens ab Hindernis "1" schon wieder unfreiwillig nach Luft japste). Wer gerade nicht lief oder nach Atem rang (ja, ich weiß, den jüngeren Teilnehmern machte das alles natürlich üüüü-ber-haupt keine Probleme ;D), aß, trank oder versuchte im Geiste seinen Weg durch das Hürdenlabyrinth zu rekonstruieren. Das Wetter am ersten Tag spielte fast die ganze Zeit mit, der zweite Tag wurde sogar noch besser.



Wer wollte, konnte am Dienstag noch einmal den "alten" Parcours vom Vortag laufen, der Rest musste sich neuen Herausforderungen stellen - auf die gleiche Weise wie am Vortag. "Tunnel 6" wurde ein fest stehender Begriff, zum Lachen fehlte einem aber meist der Atem ... Doch Stück für Stück eroberte sich jeder den Parcours, wurde "Baustelle" um "Baustelle" abgearbeitet (und sei es nur, dass man sofort kompetent selber erklären konnte, warum jetzt gerade die dicke DIS passiert ist - anstatt warten zu müssen, bis die Erklärung serviert wurde). Am Ende des zweiten Tages waren wir zwar gut rott, aber wie im Jahr zuvor um einige Techniken und Führwege reicher. Abgerundet wurde das Erlebnis auch durch die Möglichkeit, nach getaner Arbeit sich faul im Campingsessel zu fläzen und Silas bei seiner Arbeit mit seinen Hunden zuzusehen - nicht nur interessant, sondern auch sehr erhebend!

Diesem Hund musste Silas keine Beine machen, Steffis Casey hatte ihre Fahrgestelle nur perfekt eingeklappt!
Das gleiche Programm erlebte dann auch die Gruppe, die Mittwoch und Donnerstag das Seminar besuchte (von der uns aber leider keine Fotos vorliegen ...), allerdings mussten sie noch zusätzlich mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit kämpfen. Wir danken Silas und den Organisatoren Nancy und Uwe für dieses beeindruckende Seminar und hoffen auf eine Neuauflagen in 2012!

Natürlich konnte Mann auch Zeit finden, die nächste Generation zu trainieren - Uwe und Jordi peilen bestimmt eine Teilnahme in 2012 an!

Liebe Grüße, euer GHSV Ahrensburg - Team

P.S.: Bei den kurz nach unserem Seminar stattfindenden "Agility European Open" erliefen sich Silas und seine Sheltiedame Caja in der Klasse "Einzel Medium" den Sieg, herzlichen Glückwunsch auch von uns!
(alle Ergebnisse hier)

Sonntag, 3. Juli 2011

Kristin und Bibi auf der DVG BSP Obedience am 02. und 03. Juli 2011

Am frühen Donnerstagmorgen den 30. Juni machten Jan, Rübe (auch bekannt unter dem Namen "Bibi", Anmk. d. Red.) und ich uns auf in das Saarland. 7 Std. Fahrt, mit der einzigen Frage, wie bin ich auf die Idee gekommen uns dort anzumelden ;-). Als wir dann ankamen, war die Frage für mich immer noch nicht geklärt ;-)). Dennoch fuhren wir direkt zu dem Fußballfeld, auf dem die Veranstaltung statt finden sollte. Das Gebiet um den Fußballplatz herum war riesig, viele Felder und noch mehr Wald. Mehr war am Donnerstag noch nicht zu sehen. Meine Eltern kamen dann nachts ebenfalls im Saarland an.

Am Freitag dann, wollten wir uns mit den anderen Startern aus dem Landesverband Hamburg - Doris Schrader, Suzanne Pöhling, Margit Hinrichs und Claudia Röwer - zu einem gemeinsamen Training auf dem Turnierplatz treffen. Als wir dort ankamen, war der Platz nicht wieder zu erkennen, zwei Ringe wurden aufgebaut, Zelte, Fahnen…da schoss mir wieder die Frage in den Kopf ;-D. Nach kurzer Besprechung mit den anderen Startern des DVG Landesverbandes Hamburg, haben wir uns für die Trainingszeiten eintragen lassen. Jeder Starter hat 5 min Trainingzeit pro Ring. Wir haben uns entschieden, zu zweit zu trainieren, damit wir somit 10 min pro Ring Zeit haben. Das Training war toll. Wir aus unserem LV haben uns gegenseitig Tipps gegeben und uns unterstützt. Abends haben wir die Auslosung der Starterreihenfolge vorgenommen. Es waren sitzende und liegende Hundefiguren, darunter waren die Startnummern geschrieben. Ich habe mir extra den einzigen sitzenden Hund in meiner Klasse ausgesucht, damit Rübe bei dem Absitzen (unsere Baustelle ;D) auch wirklich sitzen bleibt und sich nicht hinlegt ;-) Alle unsere Teamkollegen waren zufrieden mit Ihrer Startnummer…dann kann es ja jetzt los gehen ;-) Aber der Tag war so lange, dass wir uns doch einig waren, erstmal schnell ins Bett zu gehen ;-)

Nun war es soweit…Samstag…der Start von Suzanne Pöhling und uns.

Morgens mussten alle Starter zur Begrüßung auf den Platz und dann starteten auch schon die Gruppenübungen für die Klasse I.
Erst das Absitzen…da konnte mir ja nun nichts passieren, glaubte ich aufgrund meiner ausgewählten Hundefigur ;-) Als ich mich umdrehte, fragte ich mich ob ich nicht meine extra ausgesuchte sitzende Hundefigur gegen Bibi austauschen könnte ;-) Aber ich entschied mich für den liegenden Bibi beim ABSITZEN ;-) Die Ablage war dann in Ordnung.

Wir waren die Nummer 3. Als wir auf den Platz gingen zu den Einzelübungen, war immer noch diese Frage da, WARUM?

Leinenführigkeit…Übung beginnt…der erste Schritt und plötzlich wurde meine Frage durch Bibi beantwortet…Wenn wir zusammen arbeiten dürfen, gibt es nur uns Beide und es macht so viel Freude und genau DESWEGEN! Nun waren wir auf Touren, was dürfen wir noch machen? ;-). Nach der Leinenführigkeit kam die Freifolge und das Platz aus der Bewegung.Wir hatten so viel Spaß und 3x 10 Punkte :-).

Leinenführigkeit, Freifolge und Platz aus der Bewegung - drei mal volle 10 Punkte!
(Musik: Flapjackage - Can´t Wait For Tuesday (Why Tuesday?))

Nun das Abrufen aus der Box…da bin ich nach Bibi´s Auffassung einfach nicht schnell genug zum Abrufpunkt gegangen, sodass er mich ein bißchen antreiben wollte und kurz aufstand aber pünktlich als ich mich umdrehte wieder lag ;-). Das Zurücksenden in die Box war die aller aller beste Übung für uns Beide. Er ist um die Box herum gelaufen und stand hinter der Box und schaute mich soooo frech an, ich rief ihn damit er durch die Box wieder zurück läuft, was er auch ganz brav tat, aber mein gelachtes „Platz“ fand er genauso spaßig, dass er noch mehr Gas gab um bei mir anzukommen. Nun aber wieder zurück zur Box, aber wieder dahinter und wieder durch die Box und noch mal das natürlich absolut ernstgemeinte „Platz“ ignorieren und zu „Mama“ zurück ;-). Er versucht mir immer alles recht zu machen, aber wenn er mal versucht mir das Spielzeug aus der Tasche zu klauen, beim angeblichen Schmusen auf dem Platz, oder mich einfach mal nicht ernst nimmt und sagt "Hey, wir machen die Übung heute mal anders!" sind das Situationen, die mir zeigen, dass ich gerne seine Teampartnerin bin, die er auch gerne mal auf den Arm nehmen darf/muss ;-).

Die Ausführung beim Apport und der Distanzkontrolle war super, allerdings bin ich ihm da wieder nicht schnell genug zum Ausgangspunkt gegangen ;-) Aber nach der Prüfung habe ich ihm versprochen, dass ich mich bessern werde ;-).

Suzanne Pöhling war nun in der Klasse 2 an der Reihe. Sie landete mit Ihrem tollen Lauf auf Platz 4.
Abends trafen wir uns noch alle gemeinsam auf der 60 Jahre LV Saarland Feier. Es war ein sehr schöner Abend. Wir haben viele Fachgespräche geführt, aber noch viel mehr gelacht.

Am Sonntag mussten aus unserem Landesverband Margit Hinrichs, Doris Schrader und Claudia Röwer in Klasse III ihr Können unter beweis stellen, was auch bei allen Dreien prima gelungen ist. Alle 3 Teams haben bestanden. Super! Margit erreichte Platz 6 mit Ihrem „Bow“, Doris den Platz 12 und Claudia sicherte sich den 15. Platz. Nun mussten wir alle noch einmal auf den Platz zur Siegerehrung und Verabschiedung. Danach machten wir vom LV HH noch gemeinsame Fotos. Die Zeit mit den anderen LV-Mitgliedern, die in jeder Sekunde für einander da waren, werde ich immer in Erinnerung behalten. Schade, dass die Tage vorbei waren…

Der Verein Saarpfoten e.V. hat das ganze Wochenende mit viel Liebe und Mühe, alles bis auf das kleinste Detail, organisiert und ausgeführt. VIELEN DANK für die wunderschönen Tage.

Vielen lieben Dank an Kristin und Bibi, der Rübe, für ihren netten Bericht und herzlichen Glückwunsch zu ihrem SG mit 238,5 Punkten! Ebenfalls "Dankeschööööön" an Jan für die filmische Dokumentation von Kristin und Bibis Prüfung und an Hendrik für Schnitt und Ton! Sämtliche Ergebnisse der BSP findet man hier ...

Sommerturnier 2011 - trotz Regen viel bewegen ...

Hatten wir doch in 2011 bisher bei jeder unserer Veranstaltungen echtes Königswetter, so hatte diese Serie langsam ein Ende. aber ganz so dramatisch, wie die Vorhersagen für Samstag, den 02. und Sonntag, den 03. Juli gelautet hatten, wurde es denn doch nicht. Wäre auch echt nicht fair gewesen, hatten doch die Organisatoren (Caro, Lisa, Mareike, Mirja und Steffi - Aufzählung in alphabetischer Reihenfolge - und Kantinenorgachefin Steff...) alles getan, um die große Anzahl der teilnahmewilligen Mitglieder und ihrer vierbeinigen Sportpartner an beiden Tagen bis an den Rand der Erschöpfung zu bespaßen und zu verpflegen.

So war die hohe Luftfeuchtigkeit nur hin und wieder etwas lästig, konnte aber die
  • 9 Obedience Teams (Sa)
  • 13 Hindernisparcours Teams (Gäste und mehr ...)(Sa)
  • 16 THS-Drei-Kampf Teams (Sa)
  • 38 Agility Teams (So) und 
  • 6 Shorty Mannschaften (So) 
nicht daran hindern eine Menge Spaß und sportliche Ambitionen zu haben, ganz zu schweigen von den Zuschauern und dem "aktiven Begeleitpersonal"  eines jeden Teams.

Nun aber im mal genauer: Samstagvormittag fanden sich sieben Obedience Beginner und zwei Starter der Klasse 2 ein, in bester Richtermanier bewertet von Caro und betreut von "Steward" Steffi.  Dabei waren Teilnehmer, die bereits Prüfungen gelaufen waren, welche, die kurz davor sind und Anfänger, die einmal ein Gefühl für eine Prüfung bekommen wollten. Alle Starter gaben ihr Bestes - Hund wie Mensch - und so lagen die ersten drei Plätze mit Mareike und Mia, Kathi mit Yumi und Beate mit Tarek eng bei einander.

Mareike, Peter, Lisa, Inga, Beate, Kathi und Sigrid sind bereit für die Gruppenübungen der Beginner-Klasse
In Klasse 2 nutzen Marco mit Klara und Nancy mit Auri die Gelegenheit, ohne "echten" Prüfungsstress die einzelnen Aufgaben zu präsentieren, hierbei hatte Lisa die Aufgabe des "Stewards" übernommen.


Marco & Klara beim Apport über die Hürde
Nancy & Auri konzentriert in der Fußfolge

Während noch neugierig beim Obedience zugesehen wurde, hatte die Kantine bereits alle Hände voll zu tun, und "Grillmeister" Rolf hatte bereits ordentlich eingeheizt. Das gut bestückte Salatbüffet - alles Mitgliederspenden -wurde aufgebaut (dank Zelten konnte alles an der frischen Luft, aber im Trockenen von statten gehen) und erste Hungrige verpflegt. 




Der Parcours für das Gästespiel war dank vieler helfender Hände in Nu einsatzbereit und munter ging Team um Team auf die Reise mit Kartoffellöffel durch den Slalom, in den Tunnel auf die Schubkarre und über das Laufdiel ins Ziel. Manch einer, der nur zum Zusehen vorbeigekommen war, fand sich im Handumdrehen im Zentrum des Geschehen wieder und absolvierte mutig den Parcours (da durften dann auch unsere Hundemethusalems Zafira (12 Jahre) und Rübe (fast 13 Jahre) noch einmal ran und zeigten, wie das so geht, zur Freude ihrer "shangheiten" Leinenendpunkte Teilzeit-Gassigeherin Nicole und Siggis Gatten Manfred).


Nach den anstrengenden Tätigkeiten des Vormittags mussten zunächst alle tieeeef durchatmen, dann gab es den Aufbau für den THS Dreikampf und das HLT (HindernisLaufTurnier). Obwohl viele Neuling dabei waren, sowohl bei den Startern als auch bei den Parcourshelfern, ging die ganze Chose zügig und (fast immer ) diszipliniert über die Bühne. Da alle kräftig mit anpackten, dauerte es nicht lange, bis alle Geräte vom Platz getragen waren und somit freie Bahn für das am nächsten Tag folgende Agility Spektakel geschaffen worden war, und die Siegerehrung konnte zügig erfolgen.



Der Sonntag meinte es dann ein klitzekleinwenig besser bezüglich des Regenfaktors mit uns - aber bei dem Angebot an Action hatte sowieso keiner Zeit, sich um das Wetter zu kümmern! Beim Agility gab es Läufe für Anfänger, absolute Anfänger und Fortgeschrittene, selbst Hunde unter einem Jahr durften einen Parcours durch Hürden mit auf dem Boden liegenden Stangen absolvieren - und es gab den "Lauf der zweiten Chance", schließlich kann man ja bei seinem eigenen Turnier mal so richtig kreativ werden ;D. Die meisten Hunde blieben auch im Parcours (kleine, schwarze Terrier ausgenommen ...)
Agility für alle - und das unter den wachsamen Augen von "Richterin" Claudia
und zeigten spätestens im Spiel, wie erfindungsreich sie sind. Erst mussten ihre zweibeinigen Teampartner einen Ball durch einen Reifen werfen (tja, Hand-Augen-Koordination ist am Sonntagmorgen ein nicht selbstverständliches Gut) währen die Vierbeiner liegen bleiben mussten, dann kam wieder die ominöse Kartoffel vom Vortag zum Vorschein (war es immer noch die selbe wie gestern, oder musste sie wegen "Bisswunden" durch eine Kollegin ersetzt werden?), die wieder auf einem Löffel durch einen Teilparcours getragen werden musste - natürlich während der Hund die auf dem Weg liegenden Hindernisse regelgerecht abgearbeitet hat.

Dir Kartoffel-eierei im Agility Parcours brachte die Teilnehmer ganz schön ins Schwitzen ...

Da hatte manch Vierbeiner seine eigenen Ideen, was man mit dieser Kartoffel so veranstalten kann - spätestens, wenn sie wieder auf ihrem Ausgangspunkt, dem Tisch, abgelegt wurde. Zuschauer und Teilnehmer hatten mit Sicherheit ihre Freude an diesen Darbietungen. Erschöpft, aber nicht entmutigt wurde dann - nach der Siegerehrung und angemessener Stärkung ("Grillmeister" diesmal Karsten, und Steff immer noch aktiv in der Kantinenleitung) der Parcours für den Shorty aufgebaut. Bis zuletzt wurden noch Teams geändert, was die Organisatorinnen mit beneidenswerter Gelassenheit hinnahmen. Dann ging es los!









Sechs Shorty-Teams (Inga/Cooky&Mareike/Paula, Hannah/Eila&Steffi/Svenja, Nicola/Binu&Nancy/Auri, Jessica/Belana&Nicola/Klara, Angela/Pontus&Kathi/Yumi und Mirja/Arnie&Uwe/Kina) verausgabten sich zum Abschluss dieses sportlichen Ereignissses noch einmal so richtig!
Alle gaben nochmal ihr Bestes (und einige noch ein bischen mehr, da sie so schlau waren, zwei Teams anzugehören, die direkt hintereinander starteten ...) und bei nahezu gutem Wetter konnte dann mit der Siegerehrung das Sommerturnier abgeschlossen werden.

Ein dickes Dankeschööööön an das Organisatorenteam, es hat Megaspaß gemacht und Danke an alle, die so engagiert mitgeholfen haben, Mitglieder - wie auch Nicht-Mitglieder! Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr ...

Euer GHSV Ahrensburg - Team

Wie immer hat es jede Menge Bildmaterial gegeben. Videos von Euren Starts ziehen wir Euch gerne auf dementsprechende Datenträger, die Fotos findet Ihr unter den unten aufglisteten Links, wie immer in einem reduzierten Format, Ihr könnt sie Euch für Euren privaten Gebrauch herunterladen, wer Bilddateien in Originalgröße haben möchte, schickt uns bitte eine kurze mail, Ansprechpartner ist Nicola ...


Samstag, 25. Juni 2011

Lernen und Motivation im Hundesport. Ein Seminar mit Dr. Esther Schalke und PHK Hans Ebbers.

Lernen und Motivation im Hundesport

Ein Seminar mit Dr. Esther Schalke und Polizeihauptkommissar Hans Ebbers.

Eine der Hundesportarten, die beim GHSV Ahrensburg nicht ausgeübt werden, ist der Vielseitigkeitssport, kurz VPG genannt. Er ist eine sehr anspruchsvolle Disziplin, die aus dem Fährten, einer etwa mit dem Obedience vergleichbaren Unterordnung und dem Schutzdienst besteht. Im Schutzdienst muss das Team zeigen, dass es einen "Täter" findet, ihn an der Flucht hindert und letztlich dann auch abführt. Während diesen Übungen muss (darf?) der Hund den "Täter" auch in den Sportarm (das ist eine Art Riesenbeißwurst, die über den Arm gezogen wird) beißen und erst loslassen, wenn es vom Hundeführer signalisiert wird. In kaum einer anderen Hundesportart müssen Hunde noch in so hohem Erregungszustand ansprechbar sein, wie während des Schutzdienstes.

Gerade die Abteilung "C", der Schutzdienst, ist es jedoch, die dazu führt, dass der Vielseitigkeitssport oft kritisch betrachtet wird. Einerseits ist es für den gewöhnlichen hundesportinteressierten Menschen heutzutage nicht mehr üblich, sich auf eine Art mit dem Hund zu beschäftigen, die eigentlich nur für die Polizei oder Wachdienste von Interesse ist. Auch das etwas zu stramme militärische und polizeiliche Erscheinungsbild ist in unserer zivilen Gesellschaft nicht mehr sehr attraktiv und viele fragen sich, warum Hunde im Hobby Sport lernen sollten, Menschen zu beißen (auch wenn es - richtig ausgebildet - nur um den Sportarm geht). Aber der vielleicht wichtigste Kritikpunkt ist jedoch, dass der Vielseitigkeitssport in dem Ruf steht, nicht immer hundefreundlich und artgerecht mit den Hunden umzugehen und oft werden mit ihm Bilder von Elektoreizgeräten (inzwischen verboten) und Stachelhalsbändern assoziiert.

Am Wochenende (25./26. Juni) waren Nancy und ich in Timmerndorfer Strand bei einem Seminar "Lernen und Motivion im Hundesport", wobei mit Hundesport in erster Linie der Vielseitigkeitssport gemeint war. Die Referenten waren Dr. Esther Schalke  und Polizeihauptkommissar Hans Ebbers. Das Motto ihres Lehrgangs war "Auf neuen Wegen zu alten Zielen" und beide zeigten sich hochkompetent in ihren Fachgebieten. Esther Schalke referierte zunächst über die unterschiedlichen Arten des Lernens und zeigte jeweils auf, welche Lernform wie im Training eingesetzt werden kann. Hans Ebbers komplettierte den Vortrag um den Bereich Motivation und Trainingsaufbau. Unterstützt wurden die wichtigsten Aussagen durch Videos von Hunden aus den Forschungsprojekten an der Tierhochschule Hannover und von Videos aus dem Training von (Dienst-) Hunden.

Esther beschreibt das Ausdrucksverhalten eines Hundes

Esther legte einen großen Schwerpunkt auf das Erkennen von ungeplanten Lernprozessen, die den Hundeführer glauben machen könnten, dass sein Hund einen "Fehler" gemacht habe, wobei in Wahrheit lediglich durch den Trainingsprozess unerwünschte und unerkannte sekundäre Bestärker ihre Wirkung taten. Ihre wiederkehrende Aussage war, dass man in solchen Momenten kein Recht habe, den Hund zu strafen. Überhaupt sei im Training zu vermeiden, dass die Hunde in eine Situation geraten, die ihnen durch emotionale Belastungen das Lernen unmöglich machen (Noradrenalin).Sie machte darauf aufmerksam, wie Emotionen im Training eine Rolle spielen, welche positiven Folgen, aber auch welche Risiken ein Training birgt, dass mit intensiven Gefühlen einhergeht. Die Hundeführer müssen ein feines Gespür für ihre Hunde und eine genaue Kenntnis deren Ausdrucksverhaltens haben, um optimale Lernerfolge zu erzielen.

Hans kommentiert ein Team im Schutzdienst

Hans ging dann auf den Trainingsaufbau ein. Auch ihm war sehr wichtig zu zeigen, welche Emotionen eine Rolle spielen und welche Risiken bestehen, wenn im Sport mit den "falschen" Emotionen (defensive und offensive Aggression) gearbeitet wird. Er plädierte sehr dafür, die Grundausbildung (und mehr) der Hunde komplett über Futter- und Beutemotivaion (Spielzeug) zu machen, da so am besten dem Hund Sicherheit und Schnelligkeit vermittelt werden kann und zudem die Lernfähigkeit des Hundes erhalten bleibt, bei hohen Bestärkerraten (Futter). Die von ihm erwähnten Nachteile einer Ausbildung in dieser Motivationslage der Hunde, sind zum Glück für uns beim GHSV Ahrensburg nicht so wichtig, da wir keine Diensthunde ausbilden. Aus dem gleichen Grund sind für uns die Motivationsbereiche der Aggression nicht relevant für das Training, wobei es aber trotzdem wichtig ist zu erkennen, wann ein Hund im Training in einen Konflikt gerät. Der Konflikt kann ja auch aus ganz anderen Gründen entstehen und da ist es sehr wichtig, die Anzeichen zu erkennen und reagieren zu können, um dem Hund wieder ein Lernen zu ermöglichen.

Sowohl Esther, wie auch Hans plädierten sehr für den Einsatz von sekundären Bestärkern in der Ausbildung und demonstrierten mit welcher Effizienz der Klicker eingesetzt werden kann. Spannend war dabei, dass der Klicker nicht nur für die Unterordnung wichtig ist, sondern Hans zeigte ein komplettes Programm, mit dem die Grundlagen für den Schutzdienst gelegt werden können, welches mit dem Klicker erarbeitet werden kann. In diesem Programm waren viele Elemente, die auch für unsere Ausbildung nützlich sind und die wir auch teilweise schon so praktizieren, wenn auch in abgewandleter Form, da wir ja keinen Schutzdienst machen. Am meisten hat mich der konsequente Einsatz der "externen Belohnung" beeindruckt. Dabei lernt der Hund erst nach einem Freigabesignal zu seiner irgendwo abgelegten Bestätigung (Ball, Futter) zu laufen. Auf die Art lernt der Hund mit hoher Motivation und Selbstbeherrschung (Impulskontrolle) eine Aufgabe zu erfüllen.

An beiden Tagen wurden auch praktische Übungen durchgeführt. Am Samstag bestanden diese im wesentlichen aus diversen Konditionierungen des Klickers. Man konnte erkennen, dass viele Hunde auf dem Platz gehemmt waren und auch den Hundeführen gelang es nicht immer auf Anhieb sich aus den gewohnten Trainingsmustern zu lösen. Esther lieferte gelungene Beschreibungen des Ausdrucksverhalten der Hunde und es wurde für die Zuschauer verständlich, welche Emotionen die Hunde bewegten. Hans, als erfahrener Klickerer, half den Sportlern über diverse Hürden hinweg, so dass alle Teams zu einem Erfolg kommen konnten. Der praktische Teil am Sonntag bestand aus Demonstrationen des Einsatzes des Klickers im Schutzdienst und Hans konnte zeigen, wie wichtig es ist, die Konflikte des Hundes zu erkennen, um rechtzeitig "Gas herauszunehmen", damit der Hund immer noch lernfähig bleiben kann.


Für mich war das Seminar ein Erfolg. In vielen Dingen wurde von kompetenter Seite bestätigt, dass das, was wir beim GHSV machen, sich mit dem deckt, was Stand der Trainingslehre ist. Darüber hinaus habe ich auch Ideen für das Training mitgenommen, wie z.B. die "externe Belohnung". Insofern war dieses Seminar gelungen und wichtig! Was die in den Eingangsparagraphen erwähnten Bedenken gegen den Vielseitigkeitssport angeht, so habe ich das Seminar mit sehr gemischten Gefühlen verlassen. Einerseits hat Hans überzeugend (für mich als Laie) gezeigt, wie ein konfliktfreier Aufbau der Schutzdienst für den Hundesport möglich ist, andererseits waren einige der Hunde der Seminarteilnehmer mit einem Stachelhalsband bestückt und niemand (auch nicht die Referenten) verloren darüber ein Wort.

Neben Esther und Hans geht mein Dank natürlich auch Udo Meier, der mit seinem Team von der HSG Timmendorfer Strand eine perfekte Organisation hingelegt hat. Das habt Ihr Klasse gemacht!

Euer Marco

Sonntag, 19. Juni 2011

Mareike und Mias BH beim HSV Groß Grönau an 19.06.2011

Mission Miniii minini minini

Morgens halb, … ähm wann wollten wir uns noch gleich treffen?

Egal es verzögerte sich doch, sei es der Mikrowellenüberlaufmilch oder auch dem „Wie verschläft man am gemütlichsten“-Wecker zu verdanken.

Doch selbst der kleineren Anlaufschwierigkeiten kamen wir überpünktlich in Groß Grönau an. Hatte es doch etwas Gutes, Mirja hatte den Kaffee immerhin bis zur Hälfte leer.

Die 4 Menschen und 5 Hunde krabbelten aus dem Honda Jazz und suchten die Anmeldung... keine da. Doch da kam die Prüfungsleitung mit Anhang, Richter Jörn Kahlmann, um die Ecke. Mareike stürzte sich drauf und schon war sie alle Unterlagen los.

Nach dem Briefing wurde auf dem schwarzem Brett begutachtet wann die Minimaus denn dran war. Dritte Starterpaar, der Partner war zwar schon bekannt, aber noch nicht gesehen. Herrchen kam aber schon und es wurde getauscht, Mia sollte zuerst laufen und ihr Gegenpart, ein riesiger, beiger Doggenrüde (doch, der war wirklich riesig, nicht nur im Vergleich zu uns und Mia!) würde zuerst abliegen.

Die Begrüßung und Chipkontrolle war schnell überstanden und es konnte losgehen. Die ersten zwei Durchgänge wurden begutachtet, dann sollte der Prüfungsalltag für Mia endlich beginnen.

Eine nervöse Mareike, eine abgelenkte Mia, Caros Nervenkostüm war bedient.

Doch als es dann los ging zeigte Mia sich von ihrer guten Seite. Guckend klebte sie an Mareike. Nur kurze Passagen fielen der Länge der BH zum Opfer, aber auch hier behielt Mareike die Nerven und überwand zusammen mit ihrer Borderline alle Hürden bis zur Ablage. 
Die Mitgereisten in Form von Caro, Steffie, Claudia, Mirja uuund Mias Züchtern samt Bordernachwuchs entspannten etwas, war doch die Unterordnung an sich schon mal geschafft.

Gruppe








Dann die Ablage, würde Mia die Spannung halten können? Würde der Richter eventuelle strengere Kommandos wahrnehmen? Viele Fragen auf die Mia eine super Antwort hatte … 10 Punkte. Was will man mehr.

Leinenführigkeit Laufschritt


















Besprechung mit Partnerteam R. Burghart und Doggenrüden Bailey von Atlantis








In der Besprechung war es dann klar, bravourös bestanden, BESTE LEISTUNG!!! Gut, das war erst klar als alle durch waren, aber hej, man freut sich lieber zu früh als gar nicht!


Und hier das Gesamtkunstwerk in Bild und Ton ...

lle BH-Teams waren durch, die Autos wurden bestückt und los ging es zum Straßenteil. Dieser fiel dann dem Wetter zum Opfer, fing es doch genau in dem Moment an Kleinwagen zu regnen. Herr Kahlmann verlange nur zwei Aufgaben, danach ging es wieder in die Autos und zurück auf das Vereinsgelände. Auswertung, Kuchen und - ach genau - Essen gab es zwischen drin auch noch, an dieser Stelle ein Lob an die Kantine! Besonders die Torte war super.

Urkundenübergabe, Preisannahme und Verabschiedung waren dann auch bald vorbei und so konnten wir mit einem geprüftem Begleithund mehr im Auto zurück gern Heimat fahren.

Vielen Dank an Mirja, die den Text und die Fotos für diesen Bericht zur Verfügung gestellt hat

Offenes Turnier und BSP Agility am 18. u. 19. Juni 2011 in Köln

Damit unser einziger ahrensburger Teilnehmer – Uwe mit Kina – nicht alleine auf weiter Flur steht, hatten sich Nancy und Nicola ebenfalls zu einem Start in Köln auf dem einen Tag vorher stattfindenden offenen Turnier entschlossen. Drei Vereine (Agility Team Colonge, HSV Köln-Mühlheim und die Agility Rebenhüpfer Bad Neuenahr) hatten sich zusammengetan um die großen Startermassen zu bewältigen, Austragungsort war die Hunderennbahn Köln Solingen. Um möglichst ausgeruht ins Turnier zu gehen, erfolgten Anreise und Meldung bereits am Freitag. Pünktlich um 8:30 Uhr fanden auf den beiden Ringen die ersten Parcoursbegehungen für die A1 und A2 Wertungsläufe statt. Für uns Nordlichter ungewöhnlich gab es eine zweite Öffnung der Meldestelle gegen Mittag für die A3 Starter,deren Starts in der zweiten Tageshälfte lagen.

Nancy und Binu kamen zuerst in den A2-Parcours und erliefen sich ein schönes V(0) und den 2ten Platz.


Auch mit Auri konnte Nancy ihren Lauf nach hause bringen, mit einem SG und Platz 16. Zeitgleich absolvierten Nicola und Sky ihren A1 Wertungslauf unter der Regie von Manfred Spiegel. Sky legte eine schöne, fehlerfreie Leistung hin, leider konnte Nicola die Wippe vom Steg nicht unterscheiden und schickte Sky auf das falsche Hindernis („ist blau-rot und führt nach oben“ reicht halt für eine korrekte Geräteidentifizierung nicht aus ;D). Viel Zeit für Trübsal blieb aber nicht, war bei dem nachfolgenden A1 – Jumping die Startreihenfolge doch gedreht, die Kleinen kamen zuerst, und so mussten die beiden nach kurzer Pause wieder an den Start. Diesmal passte alles perfekt, als vorletztes Starterteam liefen sie fehlerfrei Bestzeit und wurden von der letzten Starterin nicht mehr übertroffen – Platz 1.


Bei den A2ern machte Nancy ebenfalls keine halben Sachen und fabrizierte zwei gültige Läufe: mit Binu gab es ein V(5)/ Platz 13 und mit Auri Platz 14 mit der Wertnote SG.

Siegerehrung A2 Large und Jumping 1Medium (nein, Sky hat nicht im Haarwuchsmittel gebadet, Jordi übt schon mal für spätere Großtaten ;D)
Noch bevor der erste Starter in der A3 startete, wurde die Siegerehrung für die Klassen A1 und A2 abgehalten,dann ging es weiter auf dem Parcours 1 mit den Small und Medium der Klasse 3 und auf Parcours 2 durften alle Large ihr Glück versuchen. Mittlerweile war das Wetter ziemlich turbulent geworden. Hatte am Vormittag noch die Sonne über weite Strecken die Oberhand behalten, wechselten sich jetzt kräftige Schauer, steife Brisen und zeitweise stechender Sonnenschein ab, das hinderte aber keinen Starter, seinen Weg zu laufen. In ihrem Wertungslauf erreichten Uwe und Kina ein SG und den 32ten Platz, im Jumping gab es Platz 20 mit einem V(0).

Mittlerweile waren auch die meisten Starter für die BSP eingetroffen, wer nicht – wie z. B. Ulrike mit Henry vom HSV Kiebitzreihe – den Samstag zum Starten genutzt hatte, ergriff die Gelegenheit, einen Blick auf die Anlage zu werfen und seine Papiere abzugeben. Viele bekannte Gesichter von der DVG LM LV Hamburg am 8. Mai diesen Jahres auf unserem Platz waren zu sehen (u. a. die jeweiligen Landessieger der Klassen Small – Ina Eschenburg mit Beaver, Medium – Lisa-Kristin Schierloh mit Quincy ud Large – Melanie Timmermann mit Twix); und auch der Landesverband Schleswig-Holstein war bereits bestens vertreten. Mit Spannung wurden die Ereignisse des nächsten Tages erwartet.

Der Sonntag zeigte sich morgens dann wettertechnisch nicht gerade von seiner besten Seite. Aber immerhin konnte der große Einmarsch aller Starter in ihren Landesverbänden mit anschließender Begrüßung relativ trocken durchgeführt werden.


Kleinere technisch Pannen konnten dem Ablauf der Veranstaltung nicht weiter gefährlich werden, und so nahm auf beiden Ringen (Large und Medium/Small) die Bundessiegerprüfung mit den A-Läufen ihren Anfang. Zuerst starteten die Anwärter auf den Titel des Bundesjugendsiegers. Gleich im Anschluss ging es mit den Erwachsenen weiter. Mit Startnummer 58 fanden sich Uwe und Kina im zweiten Drittel des Starterfelds wieder und konnten ohne Hektik ihren Lauf abwarten. An Hürde zwei überlegte Kina leider ein bischen zu lange, bis sie dann elegant aus dem Stand abhob und über die Stange schwebte – das wurde als Verweigerung gewertet. Am Steg musste der Richter dann ein wenig grübeln, entschied sich dann aber leider doch für einen Kontaktzonenfehler. Ansonsten waren die beiden zügig unterwegs und ließen sich keine weiteren Fehler zu schulden kommen, das ergab ein SG und Platz 65. Von Schauern immer mal wieder zackig unter Mitnahme aller Habseligkeiten zur Flucht gezwungen, war ein kontinuierliches Beobachten der Teilnehmer des LV Hamburg (und anderer) leider nicht gegeben, aber den einen oder anderen schönen Lauf konnte man genießen. Im nachfolgenden Jumping wurde in umgekehrter Reihenfolge der bisherigen Platzierung gestartet – so wurde die Spannung bis zuletzt hochgehalten. Uwe und Kina holten tief Luft und schafften den Parcours ohne Parcoursfehler, lediglich die gesetzte Zeit wurde überschritten, als Ergebnis kam ein V(5) heraus und damit Platz 59 im Jumping.


Da aber für die Gesamtwertung beide Läufe zählten und leider viele Hundesportler, die im ersten Lauf tolle Plätze belegt hatten, im anderen Lauf ein DIS kassiert hatten und somit aus der Wertung fielen, erzielte Uwe in der Gesamtwertung den 43 Platz – von insgesamt 139 gestarteten Large -Teams – Gratulation zu diesem Ergebnis!

Je länger der Nachmittag dauerte, desto kribbeliger wurde die Atmosphäre, durch das wechselhafte Wetter wurden die Starter unterschiedlich stark beeinträchtigt, es spielte bei jedem Start auch das sprichwörtliche Quäntchen Glück eine große Rolle. Dann ging es um die letzten fünf Large Starter. An fünfter Stelle lag nach dem A Lauf Birgit Kantner-Koppe mit ihrer Australien Shepard Hündin Zora. Sie legte los, lief cool ihren Weg und kam fehlerfrei ins Ziel. Und dann folgten die Plätze 4 bis 1 – und keiner von ihnen kam an die beiden mehr heran! Im Jumping erzielten Birgit und Zora den vierten Platz (und Bärbel Petscheler mit Toller Akeo vom HSV Groß Grönau kam gleich dahinter auf Platz 5 – herzlichen Glückwunsch!) und damit hatten sie den Titel in der Tasche: DVG Bundessieger Agility 2011 (Large) stand fest. Parallel dazu wurden die Bundessieger für die Medium und Small Hunde ermittelt: Claudia Zenner mit ihrer Berger des Pyrenees Hündin Wii (aus dem LV Hamburg schaffte Lisa-Kristin Schierloh mit Quincy den fünften Platz – herzlichen Glückwunsch!) wurde Bundessieger bei den Medium, Renate Käsgen mit Sheltie Cayenne bei den Small ( eine reine Damenriege – vier- wie zweibeinig ;D). Bundesjugendsieger in L, M und S wurden: Laura Killinger mit Billy, Valerie Kerkhecker mit Kromfohrländer Cisko und Rico Frede mit JRT Luke (sämtliche Ergebnisse inklusive BSP Parcours sind hier zu finden) .

Ein Dankeschön an Ausrichter, Richter und Helfer und den Teilnehmern aus allen Landesverbänden für diesen spannenden Wettkampf ...

Vielen Dank an Dennis Treu vom HSV Groß Grönau für die Fotos des Einzugs der Landesverbände ...